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Wilkommen beim DBTR Festival 2026!
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Zum 15. Mal Down by the River! Das „Festival für unerhörte und windschiefe Töne“ feiert
runden Geburtstag! Und lädt wieder ein zur entspannten Sommertagssause im lauschigsten Club-Garten Berlins. Zur runden Zahl gesellt sich ein rundes Live-Programm. Mit Ecken und Kanten. Mit weit gespannten Bögen und sich schließenden Kreisen. Langjährige Festival-Freund*innen spielen neben neuen Herzensbands. Ruppige Gitarren werden abgelöst von verspielter Elektronik. Hypnotischer Groove trifft auf schnodderigen Abriss-Beat, tiefsinnig Lyrisches auf ungeschönt Ehrliches. Es gibt liebenswerte Schluffigkeit, schrullige Theatralik, energetische Explosionen. Außerdem: eine kosmische Klanginstallation. Und alles läuft zusammen auf den verschlungenen Pfaden des ://about blank, sagt hey, hallo!, bleibt stehen für ein freudiges Wiedersehen oder ein neugieriges Kennenlernen.

Elf Acts > drei Schauplätze > ein Sommertag

Auf Hofbühne, Waldbühne und vor dem Wohnwagen entspinnt sich das eklektische Festival-
Treiben zwischen Party und Politik, Straße und Weltraum, Elektronik und Akustik, Eingängigkeit und Exzentrik. AmStart:Newcomer*innen, die so neu sind, dass noch nichteinmal eine Suchmaschine sie findet. Und vertraute DBTR-Gesichter, die zum nostalgischen Schwelgen animieren

EIN KLEINER BUNTER WIDERSTAND

2009 ging’s los mit dem DBTR, „unten am Fluss“, in der legendären Bar25. Ins Leben gerufen von den umtriebigen Underground-Checker*innen von amSTARt und Fourtrack on Stage. Damals noch mit folkiger Schlagseite, aber immer mit Liebe zum Schrägen und Abseitigen. Offen für Genre-Zickzack und überraschende Begegnungen. Deshalb auch ein Indie-Festival im Techno-Club – damals keine Selbstverständlichkeit!

Nach Bar25-Ende und Zwischenstation auf der anderen Spree-Seite, im Kater Holzig, dann 2013 der Umzug ans Ostkreuz. Nicht mehr am Wasser, dafür im idyllisch-unaufgeräumten Garten des ://about blank. Ein alternativer Ort in zentraler Randlage, der bis heute den sich zuspitzenden Verhältnissen trotzt: Gentrifzierung, Polarisierung, Autobahnisierung.

Und auch das DBTR trotzt den Umständen. Längere Pandemie-Pause, dann 2023 das herzlich empfangene Comeback, damals ohne Förderung gerockt. Jetzt, zum runden Festivalgeburtstag, muss es auch ohne Förderung gehen. Gefeiert wird trotzdem, erneut mit gestaffelten Ticketpreisen für verschiedene Geldbeutel und freiem Eintritt für Kinder. Das DBTR bleibt! Als Nische im Alltagssturm. Als versöhnliches Winken im schrillen Diskurs. Als kleiner bunter Widerstand gegen die drohende Hotel-Büro-A100-Monotonie.

Also, kommt im Garten vorbei und stoßt mit uns an auf 15 Jahre DBTR! Familie könnt ihr
mitbringen. Geschenke nicht notwendig. Dafür: offene Ohren und Feierlaune!
TICKET OPTIONEN:
Wähle hier zwischen 4 Ticketoptionen für das 15. DBTR Festival: 
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Präsentiert von

DBTR ARTISTS 2026:
Im perfekten, ganz natürlich rüberkommenden Timing knallt uns Räubertochters Rap brutal ehrliche Worte aus dem Alltag einer 20-Jährigen rein: über Periodenbeschwerden, Berliner Sonntage, Pfannkuchen, Sex oder kapitalistische Zumutungen. Die kongenialen Beats und Sound-Settings greifen dabei nicht nur den Flow auf, sondern auch die Textinhaltsstoffe. Räubertochter und ihr Produzent Frisch bewegen sich so ungezwungen von Techno-Rap über Hip-Hop zu Klavierkompositionen, als könnte es bei Bedarf ohne Aufhebens noch ganz woanders hingehen. Als befänden wir uns im Zentrum eines Potenzials, das bereits frei von der jungen Leber weg umgesetzt wird. Mit unbändiger Energie. Vor der auch Räubertochters Live-Performances bersten. Denn auf der Bühne ist sie voll in ihrem Party-Element!
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Die unprätentiöse Bühnenpräsenz von Paloma 004 besticht durch einen mitreißenden, energiegeladenen Sound. Zunächst als Soloprojekt von Lisa Obereder in Wien ins Leben gerufen, ist die Band inzwischen vierköpfig (aber notfalls, wie jetzt auf dem DBTR Festival, auch zu dritt voll da). Paloma 004 changieren versiert zwischen druckvollem und feingewobenem Indie-Rock. Zwischen sensibel und dringlich, entschlossen und zweifelnd, fragil und aggressiv. Humor entsteht hier lapidar aus einer Haltung heraus. Manchmal tocotronict es ein wenig im Text- und Gesangsstil, doch dabei bleibt es nicht: Die größtenteils deutschsprachigen Songs verselbständigen sich schnell entlang eigener Perspektiven in gut eingefädelten, atmosphärisch dichten Post-Punk- und New-Wave-Dynamiken.
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Diese jungschen Schluffis mit musikalischem Drive haben sich nicht aus engstirniger Ambitioniertheit darauf verlegt, zeitlosen Indie-Rock zu machen. Bei Sonic Soup wirkt nichts forciert. Selbst wenn sie losrocken oder sich in schwerere Riffs reinhängen, bleiben sie elastisch und gelassen. Stilistisch macht diese mecklenburg-vorpommersche Band ihrem Namen alle Ehre. Hier köchelt so einiges im sonischen Topf: Acid Rock, Garage Punk, Stoner Rock, Fuzz-Gitarren, Folk-Anleihen, furztrockene Funk-Bassläufe. Dazu: Prisen von Sebadoh, Pavement, Nirvana, Pink Floyd, The Go-Betweens und unzähligen anderen (King Gizzard & the Lizard Wizard ist ein erklärter Einfluss). Und trotz der vielen Zutaten klingt die Sonic Soup erstaunlich „organisch“. Guten Appetit!
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BGTCB sind so brandneu, dass es sie fast noch gar nicht gibt, nimmt man die Anzahl öffentlicher Auftritte als Maßstab. Wir haben uns jedoch bemüht, vorab in den inneren Zustand dieser jungen Band reinzuhören, und eine famose Antwort erhalten: „BGTCB ist die Berliner Holiday-Band in Blue Gene Tyrannys Doppellebensnachlass. … Elektra Breinl, Linda Finny, Lily Beltane und Ella Mae Hengst wechseln irgendwo zwischen ‚Trust in Rock‘ und eigenen Songs die Instrumente. Akkordeon, E-Gitarre, Glockenspiel, Harmonika und Mundharmonika, Synthesizer, Querflöte und Space-Echo kombinieren sie mit englischen und deutschen Texten über enteignete Bauern, 50 Euro und das Nicht-Schuld-Sein als Blume. Neo-Folk, Neo-Chanson, Neo-Avantgarde, Neo-Noise. BGTCB machen alles – live.“
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Drums, Fretless Bass und die oft perkussive Gitarre verweben sich zu federnden Grooves, über die Keyboard-Flächen schweifen. Englischsprachige Harmoniegesänge verbreiten Anklänge von Americana, als hätte sie ein warmer Wind von der West Coast hereingetragen ... The Morning Stars ist eine neue Band von Barbara Morgenstern, Sebastian Vogel, Alex Paulick und Felix Müller-Wrobel, die alle jeweils nicht ganz unbekannt sind (siehe Kreidler, Kante, Coloma oder Morgensterns Soloprojekt). Sie kennen sich auch untereinander schon geraume Zeit und machen nun erstmals gemeinsam ein ganz eigenes Ding aus Dream-Pop, hymnischem Indie-Rock, Stop-and-go-Funk und Post-Rock – im Wissen um den tiefsinnigen Entschleunigungsbeitrag eines Synthesizer-Lufthauchs oder den repetitiven Sog upgecycelter Krautrock-Rhythmik.
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Hier riecht‘s nach Sensation: Frau Kraushaar präsentiert „Gurke Kartoffel Ahnung“, die Bühnenshow zu ihrem aktuellen Konzeptalbum, das tief und weitschweifig ins Thema Nase eintaucht. Was haben eine japanische Querflöte, ein Mini-Casio-Keyboard und ein schwer unterschätztes Sinnesorgan gemeinsam? Sie alle finden Zuflucht in diesem Experiment, das die starren Grenzen des klassischen Konzerts nicht nur sprengt, sondern genüsslich dekonstruiert. Eine herrlich schräge Performance zwischen musikalischem Theater, literarischer Lesung und elektronischem Exzess. Zwischen eingängigen Pop-Hooks, melancholischen Chansons, Hörspiel-Elektronik und beherztem Acid House. Ein Ereignis, das den Geist kitzelt und die Beine bewegt. Kommt für das Experiment, bleibt für den Tanz!

Mit Super-Special-Gast-Performance von Schauspielerin, Künstlerin und Choreografin Katja Inga Baldowski!
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Im Vergleich zum Anti- und Freak-Folk-Wahnsinn seiner früheren Band Dufus wirkt Seth Faergolzias Musik inzwischen beinahe altersmilde: Manchmal lässt er einen vorhandenen Rahmen halbwegs intakt. Generell klingt „milde“ in Bezug auf Faergolzias Stücke jedoch grotesk. Natürlich ist der alte New Yorker Freund und Wiederholungsgast des DBTR ein freundlicher Mensch und sein Schaffen geprägt von Empathie. Doch die äußert sich nicht zuletzt im generösen Bescheren aberwitziger musikalischer Möglichkeiten – wenn er Folk umstülpt und dessen Schnittmuster hervorkehrt, um diese beim Einreißen bereits wieder zusammenzusticheln zu frappierend neuen Formen, in denen immer noch Songs stecken: begeisternde Songs, die uns in abenteuerlichster Lumpensammler-Pracht mit voller Stimme ihre bunte, rätselhafte, überbordende (und mitunter elektronische) Aufwartung machen.
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Freschard singt über Liebe, Freunde, Partys, Bars, Tequila und Pommes Frites. Mit Hunderten von Songs auf Dutzenden von Alben und unvergesslichen, wundervoll ausufernden Konzerten hat sich die DBTR-Veteranin bei vielen als begnadete Folk-Sängerin im Gedächtnis verankert. Wenn sie singt, sie sei in Party-Laune, hast du auch Lust zu feiern. Du wiegst dich im Takt und singst mit. Dasselbe passiert, wenn sie ein „Lalala-lala“ oder „Tudawu-wahu“ hinschmettert. Du überlegst nicht erst, du folgst der Melodie, als wäre sie schon immer da gewesen. Manchmal sorgt Freschard sogar für feuchte Augen. Nur ein paar Gitarrenakkorde und wir hören Folk, Pop, Blues oder Calypso – voller eingängiger Refrains und entwaffnender Solos. Freschard, symbiotisch unterstützt von ihrem Partner-in-Crime Stanley Brinks, ist ein weiblicher Troubadour, eine Minnesängerin unserer Zeit. Unentbehrlich!
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In der Science-Fiction-Serie „The Expanse” sind die „Belter“ Underdogs, die im Meteoritengürtel unseres Sonnensystems im Rohstoffabbau malochen. Aufgewachsen in schrottreifen Raumschiffen, vertragen sie planetarische Schwerkraft schlecht. Beltership wiederum ist ein Projekt von Julia Kotowski (aka Entertainment for the Braindead). Und ihre elektroakustischen Klanggebilde schicken sich an, Zuhörende hinauszutragen aus der Erdgravitation. Die Beltership-Flotte besteht aus wunderlichen, selbstgebauten Instrumenten, zusammengesetzt aus auf Berliner Straßen gefundenem Kram. Kotowskis Hauptaugenmerk liegt auf dem Prozess der Klangerzeugung. Das zu Hörende ist im Entstehen zu sehen. Bevor es in Loops und Effekten abhebt. Beltership befindet sich auf einer ergebnisoffenen Erkundungsmission und lädt ein, daran teilzunehmen.

Wo? Vor dem Wohnwagen auf dem Festival-Gelände.
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Die kurdische Gitarristin, Sängerin und Songschreiberin Helan Jawish wurde in Afrin, NordSyrien, geboren und lebt zurzeit in Berlin. In ihren Stücken verbindet sie traditionelle nahöstliche Elemente mit zeitgenössischen Einflüssen und Lyrics über kurdisches Leben und dessen Kämpfe. Die Rhythmen von Helans Songs scheinen aus der Luft heraus einzusetzen und Kontakt zum Unendlichen aufzunehmen, um einige Minuten mit den schlängelnden Gitarrenfiguren woanders hinzutänzeln – ins utopische Unbekannte. Und man tänzelt mit. Zugleich lässt Jawishs seelenvolle, melancholische Stimme eine sanfte Ruhe einkehren, die verweilt, wenn die Musik schon verklungen ist. Magisch.
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Songs, die fragen, beobachten und grooven. Die keine einfachen Antworten suchen, sondern nach einer offenen Form, die Gegenwart zu erzählen. So lakonisch wie zwischentonreich. Die selbstironischen Texte beruhen auf präzisen Beobachtungen. Nähe, Distanz, Selbstbehauptung und Erschöpfung erscheinen hier nicht als private Zustände, sondern als geteilte gesellschaftliche Erfahrungen. Die Stücke von Die Quittung, dem Projekt des Leipziger Multiinstrumentalisten Josen Bach, entstehen am Klavier und werden im Bandkontext arrangiert. Mal im Twin-Peaks-Vibe, mal in NDW-Ästhetik, immer detailverliebt und zugänglich. Live spielt Die Quittung in wechselnden Besetzungen. Was dann zwischen Neuer Deutscher Welle, Dada-Pop, EDM, Punk, Indie- und Experimental Rock passiert, steht in den Singer/Songwriter-Sternen. In Rio Reisers Orbit.

Sämtliche Illustrations-Beiträge zu diesjährigem Festival freundlichst zur Verfügung gestellt von FS Blumm.

Und für das Festival-Design grafisch aufbereitet, remixed und weiterverarbeitet

von Tim Tetzner.

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